Es ist schon etwas seltsam, fuer Kommunikation auf Haende und Fuesse zuruekgreifen zu muessen. Aber bekanntlich scheissen wir ja auf deutsche Texte. Ich muss jedoch zugeben, dass wenn mir wenigsten ab und zu ein paar englische Texte ueber den Weg laufen wuerden, mir hier nicht alles so spanisch vorkaeme.
Zum Glueck bin ich nicht der einzige der hier keine Spanisch kann. Bernds und Thomas Spanisch scheint sich auch auf "Hello and Goodbye" zu beschraenken, somit ist bei der Kommunkation mit den Einheimischen hier niemand auf den anderen angewiesen.
Die Menschen hier scheinen jedenfalls nicht boese zu sein. Sie koennen sich halt nur nicht so gut ausdruecken wie wir ;). Das Wetter ist angenehm, die Stadt gross und staubig, was will man also mehr.
Etwas seltsam ist die Gepflogenheit das gebrauchte Toilettenpapier aufzuheben. Warum das der Fall ist ist mir noch nicht so recht klar geworden. Man munkelt, dass ein paar alte Mapuche in der Lage sind aus den kollektiven Klopapierresten ganz Chiles die Zukunft hervorzusagen. Diese Klopapierreste wuerden dann in LKWs, welche als Busse getarnt sind, in den Sueden gefahren um von den Mapuche ausgewertet zu werden. Und wenn man sich man anschaut wie viele von diesen Bussen hier in Santiago fahren, kommt man logisch geschlossen zu der Erkenntnis, dass entweder alle Santiagoer leichten Durchfall haben oder einige wenige ganz tollen.
Vielleicht ist es aber auch so, dass die Abfluesse einfach zu eng sind fuer dieses ganze Klopapier. Wer weiss...
Ansonsten ist Santiago: gross, staubig, alt, neu, gross und staubig aber alles in allem doch schoen, gross und staubig.
Morgen geht es dann wohl weiter nach Valpo, wie hippe deutsche Leute das hier wohl nennen. Mal schaun wie das wird. Ansonsten: mein Tagebuch.
PS: Pruefung ist bestanden. Mehr verrate ich nicht :-/
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